Ayurveda – Das Wissen vom langen und gesunden Leben

Ayurveda ist ein ganzheitliches Medizinsystem und hat seinen Ursprung in Indien. Es ist die älteste überlieferte Naturheilkunde und medizinische Wissenschaft der Menschheit. Die ersten Schriften sind 5000 Jahre alt. Ayurveda ist ein Naturheilsystem, dass den Menschen in seiner Gesamtheit und somit als Einheit von Körper, Geist und Seele betrachtet. Dies ist auch die Stärke der ayurvedischen Medizin: Jeder Mensch wird immer in seiner vollen Individualität betrachtet und behandelt. Ziel ist es, die Gesundheit zu erhalten und Krankheit sanft und nachhaltig zu heilen. Im Ayurveda werden somit nicht Krankheiten behandelt, sondern Menschen. Auch heute noch ist Ayurveda in Indien etabliert und wird gleichwertig zu der westlichen Medizin an Universitäten unterrichtet.

Die ayurvedische Medizin wird in acht Fächer unterteilt: Allgemeine Medizin, Kinderheilkunde, Psychiatrie, Krankheiten des Kopfes und der Augen, Hals-, Nasen-, Ohrenheilkunde, Chirurgie, Toxikologie, Die Wissenschaft der Verjüngung und Sexualheilkunde. Die allgemeine Medizin beinhaltet die reinigenden und aufbauenden Behandlungsweisen, Pflanzenheilkunde und individuelle Verhaltens- und Ernährungsempfehlungen.

Die Intelligenz der Natur und die Behandlung mit natürlichen Heilmitteln

Ayurveda ist eng mit der Natur verbunden. Der Ursprung aller Materie sind die fünf Elemente Äther, Luft, Feuer, Wasser und Erde. Aus diesen fünf Elementen setzt sich jeder Mensch zusammen. Doch die Gesamtheit aller Naturgesetze findet sich nicht nur in jedem Menschen und jeder Zelle, sondern auch in jeglichem Organismus, jeder Pflanze und jedem Tier wieder. Mikro- und Makrokosmos sind somit eins. Durch die fünf Elemente werden alle funktionellen und strukturellen Bestandteile des Körpers gebildet.

Im Fokus der ayurvedischen Medizin steht der Einsatz von natürlichen Heilmitteln: Überwiegend pflanzliche Medikamente, äußerliche Behandlungen, die richtigen Nahrungsmittel zur richtigen Zeit und Empfehlungen zum Lebensstil. Im Vordergrund stehen immer Reinigung und Revitalisierung. Denn Naturheilmittel, die vor allem die Selbstheilungskräfte aktivieren, wirken oft gut und nachhaltig. Im Ayurveda ist unser Körper nicht nur ein Organsystem, sondern ein Beziehungssystem. Mit den verschiedenen Methoden lässt sich präventiv arbeiten und es können Krankheiten behandelt werden, die aufgrund von unangemessenen Lebensgewohnheiten und Routinen entstehen. Mehr zu den Anwendungsbereichen des Ayurveda findest du hier.

Die drei Doshas: Der Schlüssel zu unserer Gesundheit

Aus den fünf Elementen entstehen die drei Bioenergien (Doshas) Vata, Pitta und Kapha. Die drei Doshas steuern alle biologischen und physiologischen Aktivitäten unseres Körpers, Geistes und Bewusstseins. Jedes Individuum verfügt über alle drei Doshas. Jeder Mensch hat jedoch eine ganz individuelle Kombination dieser drei Doshas, die seine Konstitution und Persönlichkeit ausmachen. Die Doshas prägen auch die individuelle körperliche Erscheinung, das Verhalten oder die Anfälligkeit für bestimmte Krankheiten. Arbeiten Vata, Pitta und Kapha harmonisch zusammen, sind wir gesund. Gesund sein heißt also, sich im inneren Gleichgewicht mit der eigenen, individuellen Konstitution zu befinden. Eines der wichtigsten Ziele ist es, diese zu kennen und im Einklang mit ihr zu leben.

Ein Ungleichgewicht oder Störungen der Doshas, die durch konstante negative Faktoren wie unangemessene Ernährung, einen ungesunden Lebensstil, mangelnde Bewegung, Stress, extreme klimatische Bedingungen oder auch Umweltgifte entstehen, bilden letztendlich die Ursache von Krankheiten.

Diese Grundkonstitution des Menschen (Prakriti) hat im Ayurveda eine große Bedeutung. Denn sie ist im Ayurveda der Schlüssel zur Gesundheit. Alle Empfehlungen und Therapieformen beruhen auf der Kenntnis um die jeweils individuelle Natur des Menschen.

Oft ist es jedoch gar nicht so einfach, die eigene Konstitution zu bestimmen, da sie von sehr vielen Faktoren abhängig ist. Die natürliche Grundkonstitution ändert sich zwar nie, kann jedoch von vielen Störungen überlagert werden. Zusätzlich wird die Konstitution von uns allen auf natürliche Weise z.B. durch das Alter, die Jahres- und Tageszeiten, die Ernährung, alltäglichen Routinen und durch Umwelteinflüsse beeinflusst. Wenn die Doshas aus dem Gleichgewicht geraten sind, verändert sich die Konstitution und die Zusammensetzung der Doshas entspricht nicht mehr der natürlichen Prakriti. Dieser momentane Zustand wird als Vikriti bezeichnet. Ziel ist es immer, mit bestimmten Empfehlungen und Behandlungen zu seiner ursprünglichen Natur zurückzufinden.

Deine Konstitution herausfinden

Wenn du deine individuelle Konstitution herausfinden möchtest, kannst du dies z.B. in diesem Portal für Ayurveda tun.

Mit einem Dosha-Test bekommst du erste Hinweise, wie deine Konstitution beschaffen ist. Den meisten von uns fällt es jedoch gar nicht so leicht, seine eigene Konstitution herauszufinden und viele haben schon bei der Konsultation eines Ayurveda-Arztes festgestellt, dass sie die eine oder andere Ausprägung eines Doshas in den Selbsttests geschickt übergangen haben. Deswegen ist es immer hilfreich, sich in einem fundierten und umfangreichen Beratungsgespräch zu informieren. Dies könnt ihr bei erfahrenen Ärzten oder Ayurveda praktizierenden Beratern und Therapeuten in eurer Nähe.

Eine genaue Anamnese und umfassende Ernährungsempfehlungen bekommt ihr auch bei mir in der Ernährungsberatung.