Ayurvedisch geschmorter Fenchel in Mangosoße: scharf, cremig und sehr lecker. Schon seit langer Zeit wird Fenchel als wichtige Heilpflanze betrachtet und auch in der Küche als Gemüse verwendet. Doch die meisten unter uns finden es unglaublich schwierig, mit dem Gemüse etwas leckeres zu kochen. Auch die Verwendung ist vielen ein Rätsel. Wenn du Fenchel gerne öfter verwenden möchtest und ein wenig Inspiration benötigen kannst, dann ist dieser Beitrag genau der richtige für dich.

Fenchel aus ayurvedischer Perspektive

Aus ayurvedischer Perspektive wirkt Fenchel sowohl Vata, Pitta als auch Kapha beruhigend und ist somit für alle Doshas ein sehr gutes Lebensmittel. Die Fenchelknolle hat besonders positive Wirkungen auf die Gewebe, das Plasma, Blut, die Muskulatur und das Nervensystem sowie auf die Verdauung und die Harnwege. Fenchel hat einen hohen Anteil an ätherischen Ölen, die unter anderem für die Heileigenschaften verantwortlich sind. Sie wirken sich positiv auf die Verdauung aus und wirken entzündungshemmend.

Indikationen sind:

  • Verdauungsstörungen
  • Mangel an Agni
  • Krämpfe
  • Blähungen
  • erschwertes Harnlassen
  • Menstruationsbeschwerden

Die Energetik der Fenchelsamen ist ayurvedisch betrachtet süß, scharf, kühlend und leicht. Fenchelsamen sind somit eines der besten Mittel für die Verdauung: Sie stärken Agni, ohne jedoch dabei Pitta zu verschlimmern. Außerdem wirken sie krampflösend und entblähend und beruhigen das Nervensystem.

Tipp: Wenn du eine sensible Verdauung hast, kannst du nach jeder Mahlzeit 1 EL geröstete Fenchelsamen mit etwas Steinsalz zu dir nehmen und gut kauen.

Inspirationen für die Verwendung von Fenchel

Während in Italien die Fenchelknolle in vielfältiger Form verwendet wird, sieht dies hierzulande meist anders aus. Dabei kannst du das Gemüse auf unterschiedlichste Weise zubereiten:

  • Roher Fenchel: Wenn du ein starkes Agni hast, kannst du Fenchel auch roh knabbern und für Salate verwenden. Besonders lecker ist Fenchel, wenn du ihn dünn hobelst und mit Zitronensaft, Walnussöl und z.B. Orangen servierst.
  • Geschmorter Fenchel: Schneide den Fenchel in ca. 4 cm große Stücke, die du für einige Minuten in Sesamöl anröstest. Danach löscht du diese mit Wasser, Tomatensoße oder Gemüsebrühe ab und köchelst das Gemüse bis zum erwünschten Garpunkt. Dazu passen Oliven oder Aubergine sehr gut.
  • Gebratener Fenchel: Fenchel in Stücke schneiden, mit Sesamöl ummanteln und mit anderen Gemüsesorten im Ofen braten.
  • Gekochter Fenchel: Fenchel in ca. 4 cm große Stücke schneiden und in Wasser oder Gemüsebrühe etwa 12-15 Minuten kochen.
  • Gegrillter Fenchel: Fenchel in dünne Scheiben schneiden und in einer heißen Grillpfanne oder auf dem Grill für einige Minuten braten.

ayurvedisch geschmorter Fenchel in Mangosoße

Rezept für ayurvedisch geschmorter Fenchel in Mangosoße

Zutaten (für 2 Personen)   

2 kleine Fenchelknollen
1 reife Mango
1 kleine rote Chilischote
1/2 TL Senfsamen
1/2 TL Kreuzkümmel
1 TL Koriander
1 Sternanis
1/2 TL Zimt
1/2 TL Kurkuma
1 Msp. Asafoetida/Hing
1/2 Zitrone
1 TL Kokosblütenzucker
1 EL Ghee
Steinsalz
schwarzer Pfeffer

Zubereitung

Den Fenchel waschen und je nach Größe vierteln oder achteln. Chilischote waschen, Kerne entfernen und in feine Ringe schneiden. Ghee in einer Pfanne erhitzen. Pitta-Konstitutionen sollten den Chili weglassen. Senfsamen anrösten, bis die Saat anfängt zu springen. Kreuzkümmel, Koriander, Sternanis, Zimt, Kurkuma und Asafoetida hinzugeben und kurz weiter rösten. Mit etwa 150 ml Wasser ablöschen, Fenchel hinzufügen und alles mit geschlossenem Deckel etwa 15 Minuten köcheln. Mango schälen und das Fruchtfleisch fein würfeln. Mit Zitronensaft und Zucker pürieren. Großteil des Wassers abgießen und die Mangosoße zu dem Fenchel geben. Weitere 20 Minuten sanft köcheln, bis die Soße eine cremige Konsistenz erreicht hat. Mit Salz und Pfeffer abschmecken. Dazu passt Basmatireis.

Ich wünsche dir einen wundervollen Start in die neue Woche!

Alles Liebe,
Verena

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Quelle: Frawley, David / Lad, Vasant (2011): Die Ayurveda-Pflanzenheilkunde – Der Yoga der Heilkräuter.