Deine Ayurveda-Hausapotheke für Herbst und Winter

Düfte, Öle, Cremes und die passenden Kräuter sind unverzichtbare Tools für den Herbst, um uns sanft auszubalancieren und Kraft zu schöpfen für den vor uns liegenden Winter. Denn die kalte Jahreszeit mit ihren stürmischen Winden, der Nässe, Feuchtigkeit und ständig wechselnden Temperaturen hat es immer wieder in sich.

Der Herbst ist die Zeit, in der das Vata-Dosha in und um uns besonders aktiv wird. Vata hat seinen Hauptsitz im Dickdarm und Becken und steuert das zentrale Nervensystem, Herz und Kreislauf sowie die anderen beiden Doshas Pitta und Kapha. Typische Beschwerden zu dieser Jahreszeit sind Energieverlust, Immunschwäche, Trockenheit, Verdauungsprobleme, Gliederschmerzen, innere Unruhe und Kälteempfinden.

Aus ayurvedischer Sicht ist es sinnvoll, bereits im Jahreszeitenwechsel besonders gut auf uns zu achten und uns mit geeigneten Routinen, der passenden Ernährung und den richtigen Kräutern auf die kalte Jahreszeit vorzubereiten. Deswegen möchte ich dir heute meine absoluten Lieblinge für deine Ayurveda-Hausapotheke vorstellen.

Wärmende Kräuter und Gewürze für deine Gerichte

Jetzt sind alle Gewürze geeignet, die wärmend, anregend und verdauungsfördernd wirken, wie: Hing/Asa fötida, Kurkuma, Koriander, Anis, Kardamom, Ajwain, Muskat, Bockshornkleesamen, Nelken, Fenchel, Zimt, Kümmel, Kreuzkümmel, Ingwer, Rosmarin, Vanille, Basilikum, langer Pfeffer, Tulsi, Galgant, Curryblätter, Salbei, Safran, Orangenschale, Thymian. Regelmäßig ins Essen geben oder gebratene Gewürze wie Salbei als kleines Topping verwenden.

Warme Tees und nährende Getränke

Wärmende Getränke sind wahre Stoffwechselbooster, unterstützen die Verdauung und wirken stabilisierend. Du kannst für deinen Tee süße und wärmende Kräuter verwenden wie Zimt, frischer Ingwer, Tulsi, Süßholz, Fenchel, Lavendel und Vanille. Auch der klassische Chai-Tee oder eine leckere goldene Milch sind gute Getränke für diese Jahreszeit.

Nährende und erdende Pflegeprodukte für deine Haut

Mit dem einkehrenden Vata in der Herbstzeit verliert unsere Haut schnell an Feuchtigkeit, Wärme und Spannkraft. Gerade Vata-Personen benötigen im Winter eine reichhaltige Pflege. Warme Ölmassagen mit Mandelöl oder Sesamöl sollten jetzt Teil deiner täglichen Morgenpraxis sein, da sie der Trockenheit nachhaltig entgegenwirken und den Körper nähren.

  • Gesichtsmaske: 1 Tasse Haferbrei, 2 EL Papaya-Mus oder Avocadomus mit 1 EL Honig, 1 EL Ghee und 2 Msp. Safran vermischen, auf das Gesicht auftragen und für 20 Minuten einwirken lassen. Danach abspülen. Am besten einmal in der Woche als liebevolles Selfcare-Paket durchführen.
  • Zur Beruhigung am Abend: Für einen guten und ruhigen Schlaf kannst du abends eine Lavendelölkompresse herstellen. Hierfür einfach 5 Tropfen Öl auf einen halben Liter warmes Wasser geben, zwei dünne Handtücher darin tränken, auswringen und auf die Stirn, in den Nacken oder auf die Brust legen.

Aromaöle im Herbst

Unsere Nase ist ein unglaublich feines Organ. Duftinformationen werden nicht nur an verschiedene Gehirnregionen weitergeleitet, sondern können auch unser Wohlbefinden und unsere Gesundheit positiv beeinflussen. Denn die ätherischen Öle werden über die Haut aufgenommen und können bereits eine Stunde danach im Blut nachgewiesen werden. Vor allem die Anwendung von ätherischen Ölen als Badezusätze, die Zugabe von ein paar Tropfen in Massageöle oder als Duftlampen haben sich bewährt. Wichtig ist, dass du nur naturbelassene Öle in Bio-Qualität verwendest.

Im Herbst und Winter kannst du beruhigende Öle wie Rose, Sandelholz, Jasmin, Rose, Lavendel, Lotus, Weihrauch oder Basilikum einsetzen. Du kannst auch dein Massageöl wunderbar damit anreichern oder tagsüber einfach ein paar Tropfen auf dein Handgelenk geben.

Feuchtigkeit und Öle für trockene Schleimhäute

Wenn du in der kalten Jahreszeit auch unter trockenen Nasenschleimhäuten leidest, ist es sehr hilfreich, regelmäßig eine Nasendusche durchzuführen und deine Nasenschleimhäute danach mit Ghee oder Sesamöl einzufetten. Um der Trockenheit entgegenzuwirken, kannst du auch in der Ernährung darauf achten, befeuchtende und nährende Speisen zu dir zu nehmen und viel zu trinken.

Für ein starkes Immunsystem und ganzheitliche Erdung

Im Herbst und Winter gebe ich immer mal wieder einen TL Chyavanprash über mein Porridge oder löse das Mus in heißer Pflanzenmilch auf, wenn ich das Gefühl habe, das ich mich zusätzlich unterstützen möchte. Die Hauptzutat ist die indische Amlabeere, eines der reichhaltigsten Quellen an Vitamin C, Aminosäuren und Mineralien und das Mus wirkt sehr nährend und aufbauend und ist ein guter Energiespender.

Weitere Kräuter, die gerne eingesetzt werden sind:

  • Ashwagandha als Aufbaumittel, Stärkung für das Nervensystem und für einen ruhigen Schlaf
  • Brahmi als Nerventonikum und zur Steigerung der Konzentration
  • Kurkuma reinigt das Blut, stärkt das Immunsystem und wirkt Entzündungen entgegen
  • Pippali bei Erkältungsinfekten oder einem schwachen Verdauungsfeuer
  • Tulsi für die Atemwege und zur Linderung von Hustenreiz
  • Sitopaladi Churna bei trockenem Reizhusten
  • Haritaki um die Verdauung anzuregen

Ganz besonders wichtig ist es, dass wir uns im Herbst im Inneren mehr Raum schaffen und uns nach Innen fokussieren. Vata wird besonders gut durch Ruhe, Sanftheit und Stille ausgeglichen. Lange Spaziergänge an der frischen Luft, Atemübungen und eine ruhige Yogapraxis spenden uns Energie, innere Weitung und Erdung. Einfach mal das Handy zu Hause lassen, tief durchatmen und den Moment genießen.

Ich wünsche dir einen wundervollen Herbst!

Alles Liebe
Verena

 

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Dieser Bericht spiegelt ausschließlich meine persönlichen Erfahrungen wider und kann nicht als Empfehlung oder Beratung verstanden werden. Von einer Selbstindikation ist abzuraten.

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