Monkey Mind. Wir kennen ihn alle. Der unruhige Geist oder das Gedankenkarussel wird im Englischen „monkey mind“ genannt. Diese Bezeichnung trifft es ganz gut, wie ich finde: Ein unruhiger Affe, der sich kreischend von Ast zu Ast schwingt und uns dabei gerne auch von unserem Weg abbringt und uns Energie raubt.

Die Kraft deiner Gedanken ist unermesslich

Es gibt Gedanken, die lassen uns eng und unseren Atem flach und kurz werden lassen, die uns wütend oder traurig machen. Gleichzeitig gibt es Gedanken, die uns erheben und erfreuen und uns weit und glücklich fühlen lassen.

Was heißt das? Unsere Gedanken beeinflussen nicht nur unsere Stimmung und Laune, sondern können alle Ebenen unseres Daseins ansprechen, sowohl die physiologische, psychische, als auch energetische. Und unser Bewusstsein.

Viele deiner Gedanken entsprechen nicht der Realität

Oftmals denken wir uns Situationen schlimmer als sie überhaupt sind, malen uns Dinge aus, wie sie sein könnten oder schwächen uns mit Gedanken negativer Art. Unser Kopf kann nicht aufhören mit diesem Gedankenkino. „Vielleicht sollte ich lieber…“, „Vielleicht wäre es besser, wenn…“, „Was wäre, wenn…“, „Warum ich?“, „Schaffe ich das?“, „Kann ich das überhaupt?“, „Was denken die Anderen über mich?“ sind jedoch eigentlich Gedanken, die wenig oder gar keinen Bezug zur Realität und zum Dasein im Hier und Jetzt haben. Dieses Affengeplapper in uns löst Stressgefühle, Angst und Unwohlsein aus. Klar, immer nur positive und liebevolle Gedanken haben und die Welt durch eine rosarote Brille sehen funktioniert auch nicht. Was nun?

Don´t feed the monkey: Fütterst du den Gedanken, der dich traurig, nachdenklich oder wütend macht, so bestimmt dieser deinen Tag, deine Laune und langfristig auch dein Wohlbefinden.

Alles was du denkst, zieht eine lange, schwungvolle Bewegung mit sich. Deine Gedanken haben Auswirkung auf deinen Geist, deinen Körper, dein Umfeld und deine Ausstrahlung. Auf alles! Du kennst das bestimmt aus Prüfungssituationen, wenn du voller Anspannung und ungewissen Gedanken bist und deine Verdauung und dein Körper unmittelbar reagieren. Genauso kann es auch umgekehrt im Positiven sein. Wie reagiert dein Umfeld und wie ist deine Ausstrahlung, wenn du voller Energie, Glück und Inspiration bist?

Letztendlich geht es also darum, wie du mit den Gedanken, die in dir entstehen und hochkommen, umgehst und auf welche du dich versuchst, zu konzentrieren. Es ist sinnvoll, sich auf die guten Gedanken in dir zu fokussieren. Das ist keine leichte Angelegenheit, klar.

Da deine Gedanken großen Einfluss auf deinen Körper, deinen Geist, dein Umfeld und deine Ausstrahlung haben, kannst du umgekehrt auch mit vermeintlich äußeren Faktoren deine Gedanken beeinflussen.

Mindfulness: Zur Kraft deiner Gedanken. Steige aus dem Gedankenkarussel aus.

Du kannst also mit ganz verschiedenen Mitteln und Methoden versuchen, deine positiven Gedanken in dir zu nähren und zu füttern. Diese kleinen Übungen können dir dabei helfen:

1. Lerne dich selbst zu beobachten: Versuche festzuhalten, wann genau und in welchen Situationen oder Lebensphasen wiederholt negative Gedanken in dir entstehen. Beim nächsten Mal weißt du dann vielleicht den Grund dafür. Beobachte deine Gedanken und versuche so Abstand zu ihnen zu bekommen. Beachte sie einfach nicht mehr so intensiv und konzentriere dich auf das Gute. So verlierst du dich mit der Zeit immer weniger in deinem Kopfkino und kannst deinen inneren Affen in dir zur Ruhe bringen.

2. Machen statt zer-denken: Anstatt viele Dinge förmlich zu zer-denken oder dich in Selbstzweifeln und Ungewissheit zu verlieren, gehe die Dinge einfach an und setze sie Schritt für Schritt um.

3. Erdendes Essen: Versuche in solchen Phasen dir warmes, erdendes Essen zu kochen. Solche Speisen sind pure Selbstliebe und helfen dir zu mehr innerer Ruhe. Wurzelgemüse, süße warme Getreidespeisen mit viel Ghee und Mandelbutter und warme Getränke sind genau richtig in solchen Situationen.

4. Schaffe dir ein positives Umfeld: Zünde dir eine Kerze an, mach es dir gemütlich, benutze deine liebsten Aromaöle und stell dir gute Musik an.

6. Übe Yoga: Egal in welcher Lebensphase du dich auch immer befinden magst, Yoga hilft immer. Und sei es nur, dass du dich auf deinen Rücken und deine Hände auf deinen Bauch legst und deine Atmung spürst – praktiziere Yogaübungen.

7. Shine on! Rasayana: Rasayana sind Maßnahmen und Mittel zur Regeneration, die zu einem optimalen Zustand der Gewebe und Körperkräfte führen und dich von innen her tief nähren, aufbauen und stärken. Außerdem unterstützen sie die Bildung von Ojas. Besonders wenn wir uns über einen längeren Zeitraum hinweg gestresst und geschwächt fühlen, sind solche Lebensmittel besonders empfehlenswert.

Sehr viel, was in unserem Geist und Körper so vor sich geht, spiegelt unseren Lebensstil und unsere Einstellung uns selbst gegenüber wider. Yoga und eine liebevolle Ernährung können dabei helfen, uns wieder mehr mit uns selbst zu verbinden.

Alles Liebe,
Verena

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Foto Titelbild: Jared Rice auf Unsplash.