Fülle genießen - Finde mit Ayurveda die Ernährung, die zu dir passt

Wer heutzutage etwas auf sich hält, verschreibt sich irgendeiner Ernährungsphilosophie. So zumindest kommt es mir manchmal so vor. Immer wieder gibt es neue Ernährungstrends, die als Allheilmittel angepriesen werden, während genauso viele gegenteilige Meinungen existieren. Doch was ist denn nun eigentlich gesund und gut für mich und wie finde ich das heraus?

 

Fülle genießen – Warum Verzicht allein nicht glücklich macht

Jeden Tag aufs Neue haben wir die Wahl und können uns entscheiden, was auf unserem Teller landet. Viele Menschen richten sich bei dieser Entscheidung nach bestimmten Prinzipien und Kriterien – sei es der Kaloriengehalt, Nährstoffgehalt, die Zubereitungszeit oder spezielle Ernährungsregeln. Oder sie stellen ihre Nahrung wahllos zusammen und wundern sich über Energiemangel, Schlaflosigkeit oder Verdauungsprobleme.

Eine gewisse Leichtigkeit und ein intuitiver Zugang zum Essen und den eigenen Bedürfnissen ist dabei vielen abhanden gekommen. Anstatt in uns hinein zu spüren und darauf zu achten, was uns gut tut, uns Energie gibt und unseren Körper und Geist nachhaltig stärkt und nährt, richten wir uns oft nach äußeren Prinzipien.

Langfristig gesehen führen einseitige und unflexible Ernährungsempfehlungen meist nicht zu Stabilität und Stärke, sondern machen uns unflexibel, schwach und unzufrieden. Auch der sinnliche Genuss und die Freude am Zubereiten der Speisen kann dabei schnell verloren gehen. Dabei sind Genuss, ein liebevoller Zugang zu sich selbst und Zufriedenheit so wichtig.

 

Dein Körper verlangt nach einer ganzheitlichen Lösung

Du bist nicht dein Körper. Deine Ernährung hat nicht nur Einfluss auf deinen physischen Körper, sondern auch auf deine Emotionen, dein Nervensystem, den Energiefluss in deinen Systemen und deinen Geist.

Der Ayurveda geht davon aus, dass es keine Lebensmittel oder Kräuter gibt, die pauschal als gesund oder ungesund eingestuft werden können, sondern dass eine gesunde Ernährung und Lebensweise immer abhängig ist von deiner persönlichen Konstitution und Umwelt. Dein Essen sollte dich nämlich auf allen Ebenen ganzheitlich nähren. Wenn du Speisen zu dir nimmst, die deinen momentanen Dosha-Verhältnissen entsprechen, fühlst du wohl in deiner Haut und liebevoll genährt und versorgt.

 

Tridosha- die drei Bioenergien Vata, Pitta und Kapha

Woher du wissen sollst, was gut für dich ist? Grundlage für deine optimale Ernährung ist aus Sicht des Ayurveda deine individuelle Konstitution, die dir mit der Geburt mitgegeben worden ist.

Zum Zeitpunkt der Geburt weist jeder Mensch eine individuelle Verteilung (Prakriti) der drei Funktionsprinzipien Vata, Pitta und Kapha auf, die lebenslang als genetische Grundlage wirken. In der Kindheit ist die Konstitution meist deutlicher erkennbar, da die soziale und kulturelle Prägung, Krankheiten, Lebensstil oder Alterungsprozesse noch in geringerem Maße vorliegen.

Wir sind gesund, wenn wir uns in Balance mit unserer eigenen und der uns umgebenen Natur (Wetter, Klima, Jahreszeiten etc.) bewegen und befinden. Durch unpassende Lebensverhältnisse, das Umfeld, Jahreszeiten oder Alltagsrhythmen kann es jedoch sein, dass unsere natürliche Konstitution aus dem Gleichgewicht gerät und wir uns von dieser entfernen. Eine solche Dysbalance bezeichnet man als Vikriti.

Über das äußere Erscheinungsbild (z.B. Gelenke, Körperbau, Größe etc.), individuelle Verhaltensweisen, Krankheitsneigungen, Vorlieben und Abneigungen in Kindheit, Jugend und Erwachsenenalter sowie der Messung des Pulses lassen sich in einer ayurvedischen Anamnese sowohl Prakriti als auch Vikriti ermitteln.

Diese Elementezusammensetzung in uns ist dabei alles andere als starr. Die Doshas sind immer in Bewegung. Sie reagieren auf die Ernährung, unsere Lebensweise und unsere Gedanken. Auf alles.

 

Finde die Ernährung, die zu dir passt: In Balance mit den eigenen Rhythmen und den Rhythmen der Natur

Die ayurvedische Ernährung ist gekennzeichnet von Individualität, Weichheit und Sanftheit. Sie ist pure Selbstliebe und Selbstannahme. Wenn du deine persönliche Konstitution kennst, kannst du ein tieferes Verständnis für deine Bedürfnisse und deine Verhaltensweisen entwickeln. Ziel ist es immer darauf zu achten, dass sich das dominierende Dosha in dir nicht zu stark anhäuft. Indem du das dominante Dosha senkst, erhöhst du gleichzeitig die anderen Doshas in dir.

Mit der Erfahrung und Zeit weißt du irgendwann, welche Nahrungsmittel dir zu einem bestimmten Zeitpunkt gut tut und welche nicht. Du stärkst deine Selbstfürsorge und lernst immer besser, dich auszubalancieren. Je mehr wir uns selbst beobachten und kennenlernen, desto schneller wird das gelingen und dann sind wir auch in schwierigen Zeiten in der Lage, dieses Wissen abzurufen und uns intuitiv richtig zu verhalten.

 

„Create a loving relationship with food through the wisdom of ayurveda!“

 

Alles Liebe,
Verena