Cannabis ist verboten. Doch es ist weit mehr als nur ein Rauschmittel und das kulinarische und therapeutische Potenzial sollte nicht unterschätzt werden. Dabei begleitet Hanf die Menschen schon seit Jahrtausenden von Jahren. Ursprünglich kommt das Kraut aus Asien, dem Iran und Indien und wurde lange Zeit als Heilmittel eingesetzt. Erst seit Beginn des 20. Jahrhunderts und mit dem Film „Reefer Madness“ wurde die Pflanze immer mehr verpönt. Inzwischen wird die Cannabisforschung vor allem in Europa und Amerika wieder vorangetrieben und viele Menschen mit Hanfwirkstoffen behandelt. Auch im Ayurveda ist es ein anerkanntes Heilkraut und Hanf kann sogar in der Küche vielseitig verwendet werden.

Hanf im Ayurveda

Rasa (Geschmack): bitter
Guna (Eigenschaften): leicht, spitz
Vipaka (Nachverdauungseffekt): scharf
Virya (thermische Potenz): kühlend
Dosha: Senkt Vata und Kapha

Im Ayurveda werden die Blätter, die Blüten mit Triebspitzen, der Blütenstaub und das Harz der Blätter verwendet. Hanf ist bitter, leicht, spitz und hat eine berauschende Wirkung.

Hanf als Heilmittel

In hohen Dosen ist Hanf toxisch. Medizinisch verwendet werden vor allem die Blüten und Extrakte von Cannabis sativa. Eine Anwendung ist bei folgenden Indikationen möglich:

  • Depressionen
  • verdauungsfördernd
  • krampflindernd
  • appetitanregend
  • bei Übelkeit und Brechreiz
  • neurologischen Erkrankungen
  • Magen-Darm-Erkrankungen
  • Asthma
  • Hauterkrankungen

Nicht nur im Ayurveda, sondern auch in der Homöopathie wird Hanf bei Erkrankungen der Atemorgane und der Harnwege eingesetzt und ist als Cannabis sativa erhältlich.

Hanf als Lebensmittel

Vor allem die Samen der Hanfnuss gehörten bereits in antiken Völkern in Indien, Asien, Iran und Kulturen in Nord- und Südamerika zu wichtigen Grundnahrungsmitteln. Sie wurden pur verspeist, als Mehl oder zu Öl und Butter verarbeitet. Die kleinen Nüsse enthalten eine Menge Antioxidantien und Vitamin E und B. Die Verwendung des Öls der Hanfsamen ist hierzulande vollkommen legal, da es keine psychoaktiven Substanzen enthält, die aus dem Harz stammen.

Wichtige Inhaltsstoffe sind Omega 3 und Omega 6 Fettsäuren, Linolsäure, Gamma Linolsäure, Ölsäure, Palmitinsäure und Stearinsäure. Omega 3 und 6 Fettsäuren können vom Körper nicht selber hergestellt und müssen somit über die Nahrung zugeführt werden. Auch hierfür ist Hanföl eine gute Möglichkeit, vor allem da dieses Öl ein für den Menschen optimales Fettsäureverhältnis enthält. Auch die Linolsäure ist ein wichtiger Inhaltsstoff, da er entzündungshemmende Wirkungen hat. Deswegen wird Hanföl auch bei Neurodermitis, Herz-Kreislauf-Erkrankungen, rheumatoider Arthritis und trockener, rissiger Haut angewendet. Der nussige Geschmack des Öls ist sehr angenehm und das Öl kann wie jedes andere Öl in der Küche verwendet werden. Allerdings solltest du es nicht erhitzen, sondern entweder am Ende des Kochprozesses über das Essen geben oder in der kalten Küche einsetzen.

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Foto Titelbild: Pixabay