Die Heilkräfte von Bockshornklee sind aus ayurvedischer Perspektive vielfältig. Er wirkt appetitanregend und verdauungsfördernd und hat sowohl innerlich als auch äußerlich angewendet eine reizlindernde und entzündungshemmende Wirkung. Der Bockshornklee ist ein bis zu 60 cm hohes Kraut, das ursprünglich aus Westasien stammt. Die Pflanze verströmt einen starken Duft. Hierzulande wird Bockshornklee kaum noch kultiviert, kann jedoch auch in Deutschland angebaut werden. Verwendet werden sowohl die Samen, das Kraut, die Schoten, Blätter und Sprossen.

Bockshornklee im Ayurveda

Rasa (Geschmack): scharf, bitter
Guna (Eigenschaften): leicht, trocken
Vipaka (Nachverdauungseffekt): scharf
Virya (thermische Potenz): erhitzend
Dosha: verringert Vata und Kapha

Durch den bitteren Geschmack ist Bockshornklee in der Lage Kapha und Ama (Schlackenstoffe) zu reduzieren und kann somit bei einer Vielzahl von Störungen eingesetzt werden. Außerdem wirkt er appetitanregend und verstärkt somit Agni, das Verdauungsfeuer. Auch reguliert er ein erhöhtes Vata-Dosha und kann bei Blähungen und Verstopfung eingesetzt werden. Pitta-Konstitutionen sollten Bockshornklee nur in Maßen verzehren.

Anwendung und Wirkung

Die wichtigsten Anwendungsgebiete

  • Verdauungsstörungen (z.B. Blähungen)
  • Arthritis
  • Appetitlosigkeit
  • Äußerlich bei lokalen Entzündungen
  • Hautunreinheiten
  • Fördert das Haarwachstum
  • Fieber
  • Bronchitis
  • Asthma
  • Muskel- und Körperschmerzen

In Indien findet das Gewürz Einzug in jede Küche, hierzulande wird es jedoch seltener genutzt, obwohl es zahlreiche gesundheitliche Vorteile mit sich bringen kann. Äußerlich kannst du eine reinigende Samenpaste aus den Samen herstellen und diese auf das Gesicht reiben und einziehen lassen. Breiumschläge aus zerstoßenen Bockshornkleesamen wirken entzündungshemmend und schmerzlindernd und können bei Ekzemen und Hautausschlägen oder -unreinheiten verwendet werden. Dies funktioniert aufgrund der Schleimschicht der Samen sehr gut, da diese Entzündungen entgegenwirkt und das Gewebe mit einer schützenden Schleimhaut überzieht. Bei Arthritis kann eine Abkochung der Blätter äußerlich aufgetragen und innerlich verwendet weden.

Innerlich kann die Heilpflanze für viele Kapha-Beschwerden wie Übergewicht, Bronchitis und Diabetes eingesetzt werden eingesetzt werden, wirkt aber auch sehr gut bei Vata-Beschwerden wie Blähungen, Verstopfung, Appetitlosigkeit und einer wechselhaften Verdauung. Hierfür kannst du 1 EL Bockshornkleesamen über Nacht in Wasser einweichen und am nächsten Tag essen oder zum Kochen verwenden.

Heilpflanze Bockshornklee

Heilpflanze Bockshornklee: Rezepte

Verwendung in der Küche

Du solltest Bockshornklee als Gewürz nur sparsam einsetzen, da es schnell sehr dominant schmecken kann. Seine würzige Note eignet sich sehr gut für Currys, Suppen oder Dals, weshalb das Gewürz auch oftmals Bestandteil fertiger Currymischungen ist.

Bockshornkleesamen-Tee

Nimm einen Teelöffel Samen auf eine Tasse Tee und überbrühe die Samen mit kochendem Wasser.

Bockshornklee-Packung

Verrühre zwei Esslöffel gemahlene Bockhornklee-Samen mit Wasser oder etwas Kokosfett zu einer breiigen Paste und massiere diese in die Kopfhaut ein. Nach ca. 20 Minuten mit warmem Wasser auswaschen.

Entzündungshemmender Breiumschlag

Verrühre 50 g zerstoßene/gepulverte Bockshornkleesamen mit 250 ml Waser und lasse diese 5 Minuten kochen. Dann den lauwarmen Brei auf entzündete Hautstellen oder Ausschläge auflegen.

Entzündungshemmendes Öl

Verrühre einen Esslöffel zerstoßene/gepulverte Bockshornkleesamen mit einem Esslöffel Mandelöl. Dann das Öl auf entzündete Hautstellen oder Ausschläge auflegen.

 

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Quelle: Nordwig, Hellmuth; Zoller, Andrea: Heilpflanzen der Ayurvedischen Medizin. Stuttgart 2012.

Foto Titelbild: Pixabay