Süßholzwurzel ist eine Pflanze, die ich sehr schätze und die ein uraltes ayurvedisches Heilkraut ist. Das Spannende ist, dass sie für unterschiedlichste Dysbalancen eingesetzt werden kann und gleichzeitig eine sehr starke Wirkung zeigt. Ich persönlich habe sehr gute Erfahrungen mit Süßholzwurzel gemacht. Deswegen möchte ich dir heute die Vorteile von Süßholz vorstellen und dir zeigen, wann du sie anwenden kannst.

 

Was ist Süßholz überhaupt?

Süßholz (Glycyrrhiza glabra) ist die Wurzel der subtropischen Süßholzwurzel. Sie ist eine krautige Pflanze, die Wuchshöhen von etwa 50-100 cm erreichen kann. Im Spätsommer erscheinen blau-violette und weiße Schmetterlingsblüten an den Blättern.

Süßholz ist in der Mittelmeerregion und vor allem in Westasien beheimatet und bevorzugt sonnenreiche Gegenden. Der botanische Name ist Glycyrrhiza glabra. Er leitet sich vom Griechischen ab und bedeutet so viel wie „süße Wurzel“. In der Wurzel stecken eine Vielzahl wertvoller Inhaltsstoffe. Vor allem das Glycyrrhizin ist bekannt dafür, dass es nicht nur eine sehr hohe Süßkraft hat, sondern auch die Schleimhäute schützt, Entzündungen hemmt und Krämpfe löst.

 

Süßholzwurzel im Ayurveda

Rasa (Geschmack): süß, bitter
Vipaka (Nachverdauungseffekt): süß
Virya (thermische Potenz): sita (kühlend)
Dosha: Senkt Vata und Pitta, bei Langzeitanwendung wird Kapha erhöht

Süßholz ist in der Lage, bei richtiger Anwendung alle drei Doshas auszubalancieren. Es hat eine sehr gute schleimlösende und auswurffördernde Wirkung. In höheren Dosen ist Süßholz geeignet, um den Magen und die Lunge von Kapha zu reinigen.

Auch für das Pitta-Dosha ist Süßholz sehr geeignet, da es die Schleimhäute beruhigt und tonisiert und entzündungshemmend wirkt.

Indikationen für den Gebrauch von Süßholz im Ayurveda:

  • Husten
  • Erkältungen
  • Bronchitis
  • Halsschmerzen
  • Geschwüre
  • Hyperazidität (Gastritis etc.)
  • abdominelle Schmerzen
  • allgemeine Schwäche

Süßholz wirkt auf alle Gewebselemente, vor allem auf die Verdauung, die Atmung, die Nerven, Fortpflanzungsorgane und die Ausscheidung. Bei Erkältungen und anderen Erkrankungen der Atemwege ist Süßholz in Kombination mit etwas frisch geriebenem Ingwer und Honig ein gutes Mittel. Auch als Nahrungsmittel kann Süßholz verwendet werden. Es wirkt nährend und beruhigend auf den Geist und das Gehirn, hat eine regenerierende und verjüngende Wirkung und fördert Zufriedenheit und Erdung.

Kontraindikationen:

  • übermäßiges Kapha
  • Ödeme
  • Osteoporose
  • hoher Blutdruck

Süßholzwurzel sollte nicht dauerhaft eingenommen werden, da es die Kalzium- und Kaliumaufnahme hemmt.

 

Anwendung von Süßholzwurzel

Süßholzwurzel kannst du in der Apotheke erhalten. Achte darauf, ob du es als Pulver, grob oder fein geschnitten benötigst. Süßholzwurzelpulver kannst du sehr gut für deine goldene Milch verwenden.

Aus geschnittener Süßholzwurzel kannst du einen Aufguss oder eine Abkochung herstellen: 1 1/2 TL Süßholzwurzel mit 0,5 Liter heißem Wasser übergießen und 10 Minuten ziehen lassen. Dann abseihen und warm trinken. Gut schmeckt auch die Kombination aus Süßholz, Fenchel und Anissamen.

Süßholzwurzelsud kann in verdünnter Form auch direkt auf entzündete und gereizte Haut aufgetragen werden.

Hast du Süßholzwurzel schon einmal verwendet und positive Erfahrungen damit gemacht? Ich freue mich auf deine Nachricht.

Alles Liebe
Verena

 

Quellen:
Lad, Dr. Vasant; Frawley, Dr. David (2011): Die Ayurveda-Pflanzenheilkunde – Der Yoga der Heilkräuter.
Nordwig, Hellmuth; Zoller, Andrea: Heilpflanzen der Ayurvedischen Medizin. Stuttgart 2012.

Disclaimer:
Dieser Bericht spiegelt ausschließlich meine persönlichen Erfahrungen wider und kann nicht als Empfehlung oder Beratung verstanden werden. Von einer Selbstindikation ist abzuraten.

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