Safran ist eines der teuersten Gewürze der Welt – und das auch aus einem guten Grund. Die zarten, kostbaren Fäden der Blume müssen mühselig per Hand gesammelt werden. Doch er ist nicht nur kostspielig, sondern im Ayurveda auch eines der wertvollsten Gewürze, da Safran zahlreiche Heilwirkungen für Körper und Geist besitzt.

Safran – Crocus sativus

Safran ist eine Krokusart. Um 900 n.Chr., so heißt es, brachten arabische Händler den Safran nach Spanien. Heute zählen Spanien und der Iran zu den Hauptanbaugebieten. Das Gewürz von roter, gelber und goldener Farbe, als das wir es kennen, sind die aus der Safranblüte schauenden drei orange-roten Stempelfäden. Bereits in der Antike war es schon ein kostbares und seltenes Gewürz, was verständlich ist, denn für 1 kg Safran müssen um die 150.000 Blüten gesammelt werden. Aufgrund seines hohen Preises wird das Gewürz auch nur in sehr kleinen Mengen gehandelt.

Safran im Ayurveda

Rasa (Geschmack): scharf, bitter
Guna (Eigenschaften): leicht, ölig
Vipaka (Nachverdauungseffekt): scharf
Virya (thermische Potenz): erhitzend
Dosha: Senkt alle drei Doshas

Safran ist in der Lage alle drei Doshas zu senken. Sein Geschmack ist scharf und bitter und die Wirkung auf den Körper ist scharf. Obwohl er Agni (das Verdauungsfeuer) anregt, verstärkt er dabei trotzdem nicht Pitta und wirkt ausgleichend auf alle Doshas. Das Gewürz hat hitzeerzeugende, verjüngende und stimmungsaufhellende Eigenschaften und ist somit ein sehr wertvolles und nährendes Gewürz. Es kann sowohl äußerlich, als auch innerlich angewendet werden.

Safran als Heilmittel

Die kostbaren Fäden enthalten um die 300 Inhaltsstoffe. Dazu gehören sekundäre Pflanzenstoffe wie Carotinoide, Vitamin B1 und B2 und zahlreiche Antioxidantien. Diese sorgen dafür, dass Safran bei einer Vielzahl von Beschwerden eingesetzt werden kann.

Dies sind einige positive Effekte von Safran:

  • Wirkt entzündungshemmend und schmerzlindernd
  • Fördert die Verdauung und hilft bei Magenbeschwerden
  • Wirkt stimmungsaufhellend
  • Stärkt das Immunsystem
  • Wirkt der Alterung entgegen
  • Wirkt appetitanregend
  • Schützt die Haut
  • Gilt als Aphrodisiakum

Hinweis: Wie bei vielen Heilmitteln gilt auch hier: Weniger ist mehr. Bei einer Dosierung von bis zu 10-20 g kann der Verzehr zu Vergiftungserscheinungen führen.

Rezept für ayurvedische Safran-Gewürzmilch

Nur fünf Safranfäden reichen bereits aus, um einen Liter Wasser goldgelb zu färben oder ein Gericht zu würzen. In der Küche kannst du das Gewürz für Currys, Reis, Soßen, Süßspeisen oder für diese Gewürzmilch verwenden. Die Gewürzmilch ist gut für alle Doshas und besonders im Winter ein empfehlenswertes Getränk, da es erwärmend, erdend und ausgleichend wirkt.

Kostbarer Safran und ein Rezept für ayurvedische Safran-Gewürzmilch

Zutaten (für eine große Tasse)

300 ml Reis-Kokosmilch
1 EL Mandelbutter
1 Kapsel Kardamom
2-3 Fäden Safran
1 TL Dattelsirup/Kokosblütenzucker
1 Msp. Vanille
1 Msp. geriebene Muskatnuss

Zubereitung

Kardamom aus den Kapseln lösen und mörsern. Einen kleinen Topf erhitzen und den Kardamom kurz anrösten. Die Milch, Dattelsirup/Kokosblütenzucker, Vanille, Muskat und Mandelbutter hinzufügen und aufkochen lassen. Safran hinzufügen und bei geringer Temperatur einige Minuten sanft köcheln lassen. Die Milch färbt sich nun goldgelb. Zum Schluss kannst du die Milch noch mit einem Milchaufschäumer oder Zauberstab aufschäumen.

Wenn du angespannt bist oder Schlafprobleme hast, kannst du die Gewürzmilch abends vor dem Schlafen gehen genießen, da sie beruhigend wirkt.

Alles Liebe,
Verena

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Quelle: Pahlow, Mannfried (2001): Das große Buch der Heilpflanzen.

Foto Titelbild: Pixabay