Im Winter sind es eigentlich nur noch Kohlsorten, wie Blumenkohl, Rotkohl, Rosenkohl und Lauch, die regional frisch und verfügbar sind. Glücklicherweise können alle erdigen Gemüsesorten wunderbar eingelagert werden und uns somit durch die Wintermonate hinweg versorgen. Das ist gut, denn gerade Vata-Typen neigen zu einer sensiblen Verdauung und sollten die meisten Kohlsorten eher in geringem Maße und mit vielen Gewürzen verzehren. Ideale Gemüsesorten sind jetzt zum Beispiel Rote Beete, Süßkartoffeln, Pastinaken, Schwarzwurzeln, Sellerie, Kürbis und Kartoffeln. Süßkartoffeln haben mit normalen Kartoffeln wenig gemeinsam und gehören auch zu einer anderen botanischen Familie. Die Farbe lässt es schon vermuten – sie enthalten viele Carotinoide und Anthocyane und stärken somit dein Immunsystem und beugen Entzündungsprozesse vor.

Ayurvedisch gesehen sind Süßkartoffeln und so auch diese Süßkartoffelgnocchi, gut für Vata und Pitta und eignen sich in der Vata-dominierenden Jahreszeit somit sehr gut, um das nervöse, windige und kalte Vata-Dosha zu besänftigen. Fühlst du dich in der kalten Jahreszeit auch manchmal von innen her kalt, bekommst raue, rissige und trockene Haut, kannst dich weniger gut konzentrieren und bist manchmal angespannt oder nervös? Das liegt vermutlich daran, dass im Herbst und Frühwinter das Vata-Dosha in jedem von uns auf natürliche Weise erhöht wird. Deswegen ist es umso wichtiger, es mit warmen, nährenden Speisen und guten Fetten auszugleichen.

Auch Maronen haben eine erdige, süße Qualität und sind gut für Vata und Pitta und frittierter Salbei ist vor allem positiv für Kapha und Vata, da es agni, das Verdauungsfeuer anregt und wärmt. Pitta-Typen sollten davon eher nur geringe Mengen verspeisen. Diese veganen Süßkartoffelgnocchi eignen sich somit vor allem gut für Pitta und Vata und sind ein wunderbar erdendes und nährendes Gericht.

Rezept für vegane Süßkartoffelgnocchi mit frittiertem Salbei und Maronen

Zutaten für 2 Portionen

250 g Süßkartoffeln
50 g Kichererbsenmehl
1 Hand voll Maronen
1 Zweig Salbei
Schwarzer Pfeffer, Steinsalz
1 TL Kokosblütenzucker
1 Prise Muskat
2 EL Ghee (oder Kokosöl)

Zubereitung

Ofen auf 180 °C vorheizen. Die Süßkartoffeln schälen und in Stücke schneiden. Auf dem Backblech verteilen und für etwa 15 Minuten backen, bis sie weich sind. Die Maronen oben auf der runden Seite einritzen und ebenfalls für 10-15 Minuten in den Ofen geben. In der Zwischenzeit die Salbeiblätter in einer kleinen Pfanne in etwas Ghee oder Kokosfett frittieren, bis sie knusprig sind.

Süßkartoffeln zerdrücken oder zerstampfen und abkühlen lassen. In der Zwischenzeit die Maronen schälen und in einer Pfanne im Kokosblütenzucker glasieren. Danach vorsichtig etwas Mehl unter die abgekühlten Süßkartoffeln unterarbeiten und den Teig mit Salz und Pfeffer sowie Muskat würzen.

Wer noch nie zuvor Gnocchis gemacht hat, sollte vorsichtig mit dem Mehl umgehen – es sollte so wenig Mehl wie möglich verwendet werden, da die Konsistenz sonst sehr kloßig wird. Am einfachsten ist es, sich zwischendurch immer mal wieder die Hände zu waschen und mit Mehl zu bestäuben, die Arbeitsfläche zu bemehlen und dann zu versuchen, den feuchten Teig zu einer Rolle zu formen. Mit einem scharfen Messer 1 cm breite Gnocchis schneiden. Darauf achten, dass die Gnocchis auf einer bemehlten Fläche liegen. Wasser in einem großen Topf zum Kochen bringen. Gnocchis vorsichtig hineingeben und den Topf beiseite stellen. Die Gnocchis sind fertig, wenn sie an der Oberfläche schwimmen. Mit einer Schaumkelle herausnehmen und abtropfen lassen. In einer großen Pfanne Ghee oder Kokosöl oder Sesamöl erhitzen und Gnocchis kross braten.

Alles Liebe und eine gute Winterzeit!
Verena

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