Hallo ihr Lieben,

da bin ich wieder. Es fühlt sich so gut an, diese Zeilen zu schreiben und ich habe lange darüber nachgedacht. Jetzt ist der richtige Zeitpunkt dafür. Ich habe mich die letzten Monate sehr rar hier gemacht und mich zurückgezogen. Die letzten Monate waren für mich nicht immer ganz einfach. In diesem Beitrag möchte ich dir gerne erzählen, was der Grund dafür ist und welche Lösungen ich für mich gefunden habe.

Meine langjährige Partnerschaft ging in die Brüche und gleichzeitig hatte ich das Gefühl, von meinem Weg abgekommen zu sein und ich fühlte mich ziellos und erschöpft. Natürlich manifestierten sich diese Erlebnisse, Gefühle und Gedanken auch physisch und mir war klar, dass ich Zeit benötige – nur für mich. Trotzdem habe ich mehr in dieser Zeit über mich und meine eigenen Bedürfnisse und tiefen Wünsche gelernt, als je zuvor. Warum? Das möchte ich jetzt gerne mit dir teilen.

„The only constant in life is change“ (Heraclitis)

Solche Phasen können sich am Anfang so anfühlen, als würde uns das Leben entgleiten und fordern uns auf jegliche Art heraus. Das kenne ich nur zu gut. Wichtig ist, dass wir das Gefühl von Ohnmacht und Hilflosigkeit überwinden und wieder zu der Kraft finden, nach vorne zu blicken und unser Leben in und an die Hand zu nehmen.

Mit dem natürlichen Fluss des Lebens zu gehen, heißt auch, dass wir anerkennen, dass nicht immer alles rosig und einfach ist. Die ständigen Veränderungen sind Teil unserer Existenz. Unser Geist kann da oft nicht mitkommen und sobald wir den Halt verlieren, geraten wir in Panik und Angst.

Wir müssen jedoch das eine Ufer loslassen, um zum anderen zu gelangen

Das Neue kann erst in unser Leben treten, wenn wir die Anhaftung an das Alte aufgegeben haben. Und das ist verdammt schwer. Ich weiß wovon ich spreche. In guten Zeiten fällt es uns einfach, Vertrauen zu haben – Vertrauen in die unglaublichen Selbstheilungskräfte des Körpers, in die Heilkraft der Seele, Vertrauen in die Einheit und Vertrauen in das Universum. Unser Verstand kann nicht begreifen, wohin uns der natürliche Energiefluss des Lebens tragen möchte und hält fest. Wir zermürben uns mit Sorgen, Ängsten und negativen Gedanken, was dazu führt, dass wir den natürlichen Fluss des Lebens blockieren und unseren Körper daran hindern, wieder in sein natürliches Gleichgewicht zu kommen. Wenn wir nicht loslassen, bringen wir Leid in unser Leben, was wir ja eigentlich gerade verhindern wollen.

Doch wie bitte soll das funktionieren? Indem wir auf unser Herz hören. Es benötigt eine starke Verbindung zum Herzen, um sich nicht emotional und gedanklich in diese Dinge hineinzusteigern und kontrollieren zu wollen, was nicht kontrolliert werden kann und anstelle dessen das Wachstum zuzulassen. Dafür bedarf es Sanftheit, Bewusstheit und einen achtsamen Umgang mit sich selbst.

Unser Verstand will Sicherheit, unser Herz wünscht sich Wachstum

Egal wie verrückt es sich anhören mag, aber unser Herz hat immer Recht. Und es ist ok, dass wir trotzdem Angst haben und wir müssen auch nicht immer alles direkt verstehen. Diese Ängste sollten uns aber nicht davor abhalten, Entscheidungen zu treffen. Sie sind nur eine Reaktion auf das Unbekannte. Wichtig ist, dass wir dem Herzen folgen. Denn diese Erfahrungen und Ängste sind gleichzeitig immer auch ein Tor zu einer größeren Version unserer selbst. Und das ist es doch wonach sich unser Herz sehnt, nach Liebe, Licht, dem Gefühl von Einheit und Vertrauen.

Die Bedeutung zeigt sich jedoch erst, wenn wir den Mut haben, ins Ungewisse aufzubrechen

Der Weg ist meist steinig, so viel ist klar. Wir müssen uns von falschen Glaubenssätzen, bequemen Gewohnheiten und Ballast trennen, der uns nicht dienlich ist auf unserem Weg. Wir müssen die Vergangenheit loslassen.  Wir müssen den Mut finden, unser Leben zu verändern.

Gerne möchte ich meine Erfahrungen mit dir teilen und zeigen, was mir geholfen hat, mich zu erden, Kraft zu tanken und dem Neuen zu öffnen.

  1. Höre auf dein Herz
    Wähle jedes deiner Ziele nur noch danach aus, dass sie dir dabei helfen, das Leben zu führen, das du dir wünscht. Folge der Freude und der Liebe, folge dem, was dich erfüllt, folgen deinem Herzen. Jeder von uns hat mit seiner individuellen Natur, seinen Begabungen und Stärken eine ganz eigenständige Aufgabe im Leben zu erfüllen. Ein starkes Warum unterstützt dich auf diesem Weg. Diese Fragen, die ich gerne in meine Meditation einbaue, können dich dabei unterstützen: Who am I? What do I want? How can I serve?
  2. Routinen und Rhythmen
    Positive Routinen und Rhythmen bringen unglaublich viel Stabilität in unser Leben und unseren Geist und werden oftmals unterschätzt. Zur selben Zeit aufstehen und schlafen gehen, zu denselben Zeiten essen und sich jeden Tag ein wenig Zeit nehmen, um seinen Körper und Geist zu nähren – zu tun, was dir gut tut – diese Routinen sorgen für Erdung und auch eine starke Verdauung.
  3. Zeit in der Natur
    Es gibt nichts, was mich mehr erdet als Zeit in der Natur. Nichts ist schöner, als barfuß im Gras zu laufen, im Wald spazieren zu gehen und die klare Luft zu atmen oder morgens die Natur zu beobachten, wie sie langsam erwacht. Diese Momente verbinden mich mit mir selbst und meiner Umwelt und erden.
  4. Tagebuch schreiben
    Tagebuch schreiben, Journaling, wie auch immer du es nennen magst, es hilft ungemein, seine Gedanken aufs Papier zu bringen. Es bringt Klarheit in das Gedankenchaos und die Dinge lichten sich.
  5. Dankbarkeit
    Dankbarkeit zu praktizieren zeigt uns, was wir Gutes in unserem Leben haben und rückt das Positive in den Mittelpunkt. Wir können für so vieles dankbar sein. Du kannst dir z.B. eine Liste schreiben, mit all den Dingen, für die du in deinem Leben dankbar bist oder vor jeder Mahlzeit eine Minute innehalten und meditieren und dankbar sein, für das, was ist.
  6. Triff eine Wahl
    Nicht nur unsere Nahrung kann uns nähren, sondern auch unsere Gedanken, unsere Werte, unsere Gefühle und Emotionen – alles. Die Menschen, mit denen wir uns umgeben, die Worte, die wir in den Mund nehmen, den Film, den wir uns anschauen, unsere Körperhaltung – all diese Dinge haben Einfluss auf uns und unser Befinden. Nähre dich von innen und außen und triff eine gute Wahl. Sobald du das Gefühl hast, dein Geist und deine Gedanken verselbstständigen sich, kannst du z.B. Atemübungen wie die Wechselatmung praktizieren.
  7. Unterstützende Kräuter und Anwendungen
    Es kann sehr sinnvoll sein, zu individuell abgestimmten Ayurveda-Kräutern zu greifen, um diesen Prozess zu unterstützen. Auch Massagen, andere ayurvedische Anwendungen oder vielleicht auch osteopathische Unterstützung kann hier je nach Bedarf hilfreich sein.

Dysbalancen sind immer ein Aufruf unserer Körpers, dass wir uns noch mehr mit ihm verbinden. Ich möchte nichts schön reden, aber ich bin inzwischen dankbar für die Erfahrungen, weil ich weiß, dass ich sonst nicht an dem Punkt wäre, an dem ich jetzt bin.

Der richtige Zeitpunkt ist jetzt

Ich bin ein Workaholic – auch als Work-Work-Balance bekannt – und habe viele Jahre mein Leben auf die Arbeit ausgerichtet und vieles dabei vernachlässigt. Hier ein Artikel, dort ein Beitrag und so habe ich versucht, mich für Dutzende von Kunden und Partnern aufzuteilen. Nein sagen war keine Option. Das zu tun, was ich wirklich von Herzen gerne tun würde? Zeit für die Liebe? Einfach mal Durchatmen? Dazu hatte ich gar keine Zeit. Außerdem sagte mir mein Verstand, dass ich doch erst noch dies tun musste, noch mehr finanzielle Sicherheit benötige und und und. Das Leben floss an mir vorbei, ohne dass ich das tun konnte, was ich wirklich wollte. Obwohl äußerlich alles gut lief, war ich innerlich unruhig, erschöpft und müde.

Und so hatte ich ständig das Gefühl, nie genug Zeit zu haben und war immer bereits einen Schritt weiter. Gleichzeitig verspürte ich bereits seit langer Zeit den tiefen Wunsch nach Ruhe, Erdung und Tiefe. Nicht alles gleichzeitig tun und dabei an der Oberfläche kratzen, sondern auf allen Ebenen voll und ganz in die Tiefe tauchen.  

Nach den letzten Monaten verspüre ich nun endlich wieder ein Gefühl von Sicherheit und Geborgenheit und weiß, dass ich bereit bin, meinen Weg zu gehen. Obwohl einige Dinge noch ungewiss sind, habe ich ein zartes Vertrauen entwickelt und finde den Mut, meinem Herzen zu folgen.

Der richtige Zeitpunkt für Veränderung ist immer jetzt. Nicht morgen, übermorgen oder irgendwann. Ich habe gelernt, dass Selbstliebe, Weichheit und unabdingbare Selbstakzeptanz das Fundament von Allem bildet. Folge deinem Herzen, gib gut auf dich Acht und es wird sich alles fügen.

Was das für mich bedeutet? Ich lasse endlich vieles hinter mir: Falsche Vorstellungen von Sicherheit und Anhaftungen an Dinge, dich mich davon abhalten, loszulassen und meinen Weg zu gehen. Und endlich beginne ich nun meine Promotion. Über das wunderschöne Thema Embodiment und die ayurvedische Ernährung innerhalb der Medizinanthropologie. Im November breche ich dann nach Indien auf, um an einer Ayurveda-Universität in Indien den Ayurveda in seiner Tiefe und in all seinen Dimensionen zu erforschen. 

Ich habe meine Entscheidungen getroffen. Für das Positive und das Licht und das, was sein kann. Das kannst auch du! 

Alles Liebe, Kraft und Licht der Welt
Verena

P.S. Bleib deinen Träumen auf der Spur!

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