Als ich in Thailand war, habe ich jeden einzelnen Tag ein Curry gegessen. Serviert in großen Schüsseln mit duftendem Reis in Bananenblättern. Und jedes Curry schmeckte anders. Auf der Basis vieler Gewürze, Gemüsesorten und auch Nüsse wie Kokosnuss, Erdnuss oder Cashewnuss kreierten die Thailänder immer wieder neue Köstlichkeiten. Um einen herum die tropische Geräuschkulisse und Gerüche, die dieses Geschmackserlebnis zu etwas Einzigartigem machen.

Ich denke gerne an meine Zeit auf Koh Phangan und Koh Tao zurück. Selten in meinem Leben habe ich mich so unbeschwert, entspannt und frei gefühlt und ich kann es kaum erwarten, wieder dorthin zurückzukehren. Nicht zu sprechen von den endlosen Tauchgängen, Yogastunden, Scooterfahrten in warmer Luft und Abenden in kleinen Bars am Strand. Die thailändische Küche lässt vor allem für Vegetarier und Veganer keine Wünsche übrig: Frische tropische Früchte, Kokosnussjoghurt, knackige Papayasalate, Currys und diverse Cafés, die frische Säfte und vegane Rawcakes servieren. Himmlisch.

Currys sind ein wundervolles Gericht, da du sie je nach Jahreszeit mit saisonalem Gemüse abwandeln kannst. Während ich im Winter zu wärmenden und anregenden Gewürzen greife, bereite ich im Sommer liebe kühlende Kokosnusscurrys mit sanften Gewürzen zu. Die thailändischen Currys werden übrigens vor allem aus frischen Kräutern hergestellt und zu Pasten verarbeitet. Eine Variante, auf die ich im Sommer definitiv zurückgreifen werde.

Dieses rote Süßkartoffel-Erdnusscurry ist feurig und trotzdem cremig und sanft. Genau das richtige, um das Verdauungsfeuer in Schwung zu bringen. Pitta und Vata-Konstitutionen verwenden nicht ganz so viel Chilischoten und Kapha-Personen reduzieren den Anteil an Kokosmilch oder lassen die Erdnussbutter weg.

Rotes Süßkartoffel-Erdnusscurry

Rezept für rotes Süßkartoffel-Erdnusscurry  

Zutaten (für 2 Portionen)

2-3 große Süßkartoffeln
2 Schalotten
Gemüse und frische Kräuter als Topping: z.B. Zucchini, Zuckererbsen, Koriander, Basilikum
1/2 Chilischote, entkernt
1 Knoblauchzehe
1 TL Kokosfett
1 TL Erdnussmus
120 ml Kokosmilch
2 Msp. Hing/Asafoetida
1/2 TL Senfsaat
1/2 TL Kurkuma, gemahlen
1/2 TL Kreuzkümmelsaat
1-2 TL Paprikapulver
Salz
schwarzer Pfeffer

Zubereitung

Süßkartoffeln schälen und in grobe Stücke schneiden. Schalotten und Knoblauch schälen und mit der Chili fein hacken. In einem Topf das Kokosfett erhitzen. Schalotten, Knoblauch, Chilischote, Hing, Senfsaat und Kreuzkümmel hinzufügen und anrösten, bis der Senf springt. Süßkartoffeln dazugeben und ebenfalls kurz anschwitzen. Mit ein wenig Wasser ablöschen. Mit der Kokosmilch und bei Bedarf noch etwas Wasser auffüllen. Erdnussbutter in das Curry geben. Mit geschlossenem Deckel bei kleiner Temperatur zu Ende garen. In der Zwischenzeit die Gemüse fein stiften und in einem kleinen Topf in wenig Wasser kurz blanchieren und beiseite legen. Wenn das Curry fertig gegart ist, mit Salz, Pfeffer, Paprikapulver und Kurkuma abschmecken. Das Gemüse als Topping anrichten. Dazu passt Basmati- oder Jasminreis.